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Neubau Studienzentrum Montanuniversität
 
 

Die urbane Entwicklung des neuen Studentenzentrums der Montanuniversität besteht aus fünf Gebäuden:
1.    Gebäude 1: Baustufe 1 A, 1B enthält den Hörsaalbereich, Lernbereiche für Studenten und Projektzonen, ÖH, Studienabteilung und das Büro des Studiendekans.
Es liegt im nördlichen Bereich des Grundstücks und schafft eine direkte Verbindung zu der bereits bestehenden Alten Kaserne. Eine begehbare begrünte Pergola ist zwischen den Bauten gelegen um einen geschützten Zugang zu beiden Gebäuden, der Tiefgarage und dem Fahrradabstellpläte zu gewährleisten.
Die inneren Stockwerke (EG und Ebene 1) sind der Sockel, der als Bodenformation nachkonzipiert ist, welcher sich nach der Neigung der gestuften Hörsäle formt und kragt Richtung des Hauptplatzes aus.
Darüber befindet sich die fliegende Box, die einen diaphan und freien Bewegungsbereich beinhaltet, welcher nur von kleineren Service-Inseln unterbrochen wird (Ebene 2). Der Bürobereich befindet sich im Halbgeschoss der Ebene 3. Die gewellte Oberfläche des Daches ist ein erhobener Park mit öffentlichen Zugänge (Dach als Parklandschaft). Die Tiefgarage, der technische Bereich und einige Nebenräume befinden sich im UG1.
2.    Gebäude 2: Baustufe 2A bietet Platz für die Mensa und befindet sich gegenüber des ZAT Gebäudes und profitiert somit von dem bereits bestehenden Parkplatz als Anlieferungszone. Alle Funktionen entwickeln sich im Erdgeschoss und eine kleine Plattform im ersten Stock innerhalb der Turm, auf welchem sich die öffentliche Terrasse des Dach Parks befindet.
3.    Gebäude 3: Baustufe 2B. Die Zentralbibliothek ist ein separater Volumen vom Boden um die Oberfläche des öffentlichen Bereiches zu vergrößern – nur der Zugang und der Eingangsbereich befinden sich auf dem Ebene 0. Der obere Bereich unterteilt sich in drei programmatische Teile: der Lesesaal auf doppelter Höhe, die Erschließung, sanitäre Fläche und die Freihandaufstellung im Mittelbereich und ein dritte Teil mit Büros, der Richtung Roseggerstraße auskragt. Die optionalen Bereiche C5 – C8 Sammlung und Archiv sind im Untergeschoss geplant.
4.    Gebäude 4 Forschung und Lehre. Dieselbe Typologie des erhöhten Gebäudes, wie auch bei der Zentralbibliothek. Es enthält den südlichen Zugang der möglichen Erweiterung zu der Tiefgarage.
5.    Gebäude 5 Forschung und Lehre. Dieselbe Typologie des erhöhten Gebäudes, wie auch bei der Zentralbibliothek. Eine Treppe mit öffentlichem Zugang zum Dach Park durchläuft die östliche Fassade neben der Mur und dem Stadtkai. Der Rest des Grundstückes unter der Erde beinhaltet die technischen Bereiche und die Erweiterung des Parkbereiches.
NSM

Die neuen Gebäude sind aufgrund einer Standardkonstruktion entworfen: Baukonstruktionen mit perimetrischer Tragwerk, auf dem Boden erhöht und gestützt von Betonkernen. Die Mensa stellt eine Ausnahme dar, da es den ganzen Erdgeschossbereich betrifft und eine andere Art der Baugestaltung verlangt, welche auf einem Stützenraster basiert wird.
Eine Reduzierung des Energieverbrauchs aufgrund eines Passivsystems ist erwünscht. Mittels der Maximierung der Funktionalität des Passiv- und low-cost- Systems, steigt die Funktionalität des Gebäudes, jedoch nicht die Betriebskosten. Der Hauptbereich des Passivsystems bezieht sich auf die Fassaden, welche als Energieabsorber und Energieregulator dienen. Die direkte Strahlung bietet die notwendige Energie um künstliches Licht herzustellen, ebenso wie die Möglichkeit eines inneren Sonnenschutzes welcher selbst kontrolliert werden kann.
Des Weiteren, dienen die Erde und der Fluss als unerschöpfliche Ressourcenquelle für die Kühlung und Heizung des Gebäudekomplexes. Ein reversibles geothermisches System wäre notwendig um auf diese Energie zugreifen zu können. Mittels der Verbindung von Düsen unter der Erde, welche mit Hilfe der kühlen Wassertemperatur der Mur, und unterstützt durch die vertikalen Bereiche auf verschiedenen Höhen von jedem Gebäude (z.B. Foyer und Lichthof auf Baustufe 1A, 1B, der Turm in der Mensa oder die offenen Bereiche in der Bibliothek), wird eine kontinuierliche Bewegung der Luft geschaffen, welche die natürliche Kühlung begünstig.
LOCATION      Leoben, Austria
PROGRAM     Student Center, Library, Mensa
YEAR            2017
STATUS        Competition

Der universitäre Charakter des Gebäudes regt die Schaffung von öffentlichen Bereichen an, welche die Aktivitäten des universitären Lebens und dem Alltag der Einwohner von Leoben vermischen. Des Weiteren, befindet sich das Grundstück auf einer ausgezeichneten Stelle zwischen der Stadt und dem Fluss. Das neue urbane Konzept soll den programmatischen Bedürfnissen des neuen Studienzentrums angepasst sein und, darüber hinaus, der Stadt Leoben noch weiteres anbieten. Auf diese Weise weitet sich die Stadtstruktur über das Grundstück aus und schafft Gassen, welche in der zentralen Platz münden, der sich dem Fluss und dem Stadtkai zuwenden. Mit dem Ziel die eben genannten vitalen Bereiche für die Stadt zu erweitern, steigen die neuen Konstruktionen vom Gelände empor um die Fläche des Platzes zu erweitern und neue bedeckte und geschützte Bereiche zu kreieren. Dies schafft einen uneingeschränkten Zugang zu allen Funktionen und schafft ein neues Netz von Aktivitäten und Anbindungen für Fußgänger und Fahrradfahrer zwischen dem Hauptplatz, der Mur und dem Bahnhof. Dieses öffentliche Konzept breitet sich über die Dächer der neuen Gebäude aus, welche durch eine Serie von Brücken verbunden sind. Auf diese Weise präsentiert sich ein neues, grünes Stadtgefüge mit öffentlichem Zugang zur Stadt, mit Gebieten und Plätzen zur Erholung, Freizeitgestaltung und Spiel, welche vom Dach als Parklandschaft gestaltet werden.